Frankfurt - Die Untreue-Ermittlungen gegen den früheren Ministerpräsidenten von Baden-Württemberg, Stefan Mappus (CDU), werden nach Informationen der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung" eingestellt. Dem Blatt zufolge hat sich der Verdacht nicht bestätigt.

Am Mittwoch wolle die Staatsanwaltschaft eine Entscheidung verkünden, schrieb die Zeitung. Eine Sprecherin der Behörde wollte die Angaben nicht kommentieren. Ein Anwalt von Mappus sagte am Dienstagabend, er kenne die Entscheidung der Staatsanwaltschaft bislang nicht.

Der Untreueverdacht war aufgekommen, nachdem Mappus im Dezember 2010 den Kauf von EnBW-Aktien vom französischen Energiekonzern EDF eingefädelt hatte - am Landtag vorbei. Den Kaufpreis von 4,67 Milliarden Euro sah die damalige Opposition als zu hoch an. Im Oktober 2011 erklärte der Staatsgerichtshof das Geschäft schließlich für verfassungswidrig. Mappus streitet sich derzeit vor Gericht mit seinen Rechtsberatern, der Kanzlei Gleiss Lutz, darüber, ob sie ihn falsch beraten hatten.