Berlin - In der Union gibt es Überlegungen, die umstrittenen Sanktionen für Hartz-IV-Bezieher um ein System von Prämien und positiven Anreizen zu ergänzen. Angedacht sind Belohnungen für Arbeitslose, die sich besonders eifrig um eine Stelle bemühten.

Das berichtet die "Frankfurter Allgemeine Zeitung" (FAZ) unter Berufung auf ein Positionspapier aus der Unionsfraktion mit dem Titel "Arbeitsmarktpolitik 2020 - Schritt in die Zukunft". Gefördert werden solle demnach das Erreichen "von Zielen oder Teilzielen, die (...) in Richtung Eingliederung in Arbeit führen", etwa ein Bildungsabschluss.

Das Papier enthält dem Bericht zufolge insgesamt etwa ein Dutzend Reformvorschläge, darunter auch die Abschaffung der Ein-Euro-Jobs für Langzeitarbeitslose. Es werde derzeit zwischen Vertretern des Sozial- und Wirtschaftsflügels der Unionsfraktion abgestimmt. Hintergrund der Vorschläge sind laut "FAZ" die Pläne der großen Koalition, die Förderung für Langzeitarbeitslose zu reformieren.