Amsterdam | Jumbo, die zweitgrößte Supermarkt-Kette der Niederlande, bietet demnächst Fast-Food und Snacks aus Mehlwürmern, Heuschrecken und Mottenlarven an, meldet die "Süddeutsche Zeitung". Es verwundert gar nicht, dass Insekten als Nahrungsmittel in Holland gesellschaftsfähig werden. Denn dort bekommt man schon jetzt an jeder Imbissbude zweifelhafte Snacks gereicht.

Zum Beispiel "de kroket". Eine unverdächtig aussehende Krokette, die jedoch mit einem Fleischbrei unbekannter Herkunft oder Rindergelatine gefüllt ist. Ebensogut könnten Mehlwürmer darin verwurstet werden.

Anfang 2015 sollen zunächst Frikadellen, Burger und Chips aus Insekten in 400 Filialen zu finden sein. Unter anderem soll es Chips aus Mottenlarven in den zwei Geschmacksrichtungen Salz oder Paprika geben. Damit folgen unsere Nachbarn freiwillig den gut gemeinten Empfehlungen von Experten der Vereinten Nationen. Die hatten uns dazu aufgerufen, unseren Abscheu vor Insekten zu überwinden.

Insekten seien ein besonders umweltfreundliches Lebensmittel. Die CO2-Bilanz von Heuschrecken ist nämlich wesentlich besser als die von methan-furzenden Rindern. "Insekten sind gesund und nachhaltig", sagte auch Jumbo-Sprecherin Laura Valks.

Und damit sind alle Stichworte genannt, bei denen eifrige grüne Politiker Kampagnenpotenzial erkennen müssten. Der grandiose Erfolg von Renate Künasts "Veggie-Day" könnte noch getoppt werden. Wie wäre es mit "Schreckie-Day"? Anders als in den Niederlanden natürlich staatlich verordnet.