Berlin - In der Diskussion um Steuerschlupflöcher dringt SPD- Fraktionschef Thomas Oppermann darauf, zweifelhafte Steuerpraktiken in ganz Europa aufzuklären.

Es gehe nicht nur darum, "die persönliche Verantwortung des neuen EU-Kommissionspräsidenten (Jean-Claude) Juncker für die Situation in Luxemburg aufs Korn zu nehmen", sagte Oppermann der "Welt am Sonntag". Vielmehr müssten auch die Missstände in anderen EU-Mitgliedsstaaten aufgedeckt werden. Steuerdumping in Europa sei ein unerträglicher Zustand.

Oppermann schlug vor, Steuerschlupflöcher für internationale Konzerne zu stopfen und über "Mindeststeuersätze für Unternehmen in der EU" zu diskutieren.