Wiesbaden - Rund 834 000 Behinderte oder von Behinderung bedrohte Menschen haben im vergangenen Jahr eine besondere Art der Sozialhilfe erhalten.

Die Zahl der Empfänger der sogenannten Eingliederungshilfe habe sich um 1,7 Prozent erhöht, berichtete das Statistische Bundesamt in Wiesbaden am Montag. Im Durchschnitt waren die Empfänger 33 Jahre alt.

Die Eingliederungshilfe sei finanziell die mit Abstand wichtigste Art der Sozialhilfe: 2013 seien dafür 14,0 Milliarden Euro netto aufgewendet worden, mehr als die Hälfte (56 Prozent) der gesamten Sozialhilfeausgaben.

Als Beispiele für Eingliederungshilfe nannte eine Expertin des Bundesamts besondere Hilfsmittel für Blinde oder Gehörlose. Aber auch medizinische Rehabilitation oder Unterstützung bei einer Ausbildung gehörten zu den Leistungen. Ziel der Eingliederungshilfe sei es, eine drohende Behinderung abzuwenden, eine vorhandene Behinderung oder ihre Folgen zu mildern und Behinderte in die Gesellschaft einzugliedern.