Seattle | Keine Frage, Busfahrer haben einen stressigen Job. Ständig stehen sie in Staus oder müssen sich mit unzufriedenen sowie rüpelhaften Fahrgästen auseinandersetzen. Und als ob das noch nicht genug wäre, ist da auch noch die Sache mit dem Klo.

In Seattle stellt die Verrichtung der Notdurft für die Busfahrer nämlich ein schier unlösbares Problem dar. Sie haben zwischen den Touren nur eine fünf- und alle fünf Stunden eine fünfzehnminütige Pause - wenn sie Glück haben und nicht von einem der erstgenannten Probleme aufgehalten werden.

Falls sie es trotz aller Hindernisse doch zu einem Örtchen schaffen, bedeutet das aber nicht unbedingt Erleichterung. Die vorgesehenen Sanitäreinrichtungen sind entweder unbenutzbar oder haben erst gar nicht geöffnet. Aus diesem Grund müssen die Angestellten der Verkehrsgesellschaft King County Metro Transit eine Windel tragen oder Urinflaschen mit sich führen. Dabei sollte man doch meinen, dass es auch in den USA eher unüblich ist, dass Kinder und Altenheimbewohner einen Bus fahren dürfen. Nun ja, es heißt wohl nicht umsonst "Land der unbegrenzten Möglichkeiten".

Aber was bleibt ihnen auch anderes übrig? Die Fahrer stehen schließlich permanent unter Druck. Einige von ihnen wurden sogar schon abgemahnt, weil sie ständig zu spät kamen.

Eigentlich wollte das Unternehmen die 60 Toiletten auch schon längst wieder instand setzen lassen. Aber wer weiß, vielleicht tüfteln sie ja noch an einer im Fahrersitz integrierten Kloschüssel.