Vreden I Kirchen gibt es fast überall auf der Welt. Sie sind klein oder groß, schlicht oder pompös, aus Holz oder Stein, evangelisch oder katholisch. Aber eines sind sie in der Regel nicht: aufblasbar. Wer das dachte, sollte sein Weltbild allerdings noch mal überdenken. Denn es gibt sie tatsächlich - aufblasbare Kirchen für jeden Anlass.

Ein Unternehmer aus dem Münsterland hat sie entwickelt. Das zwölf Meter hohe Gotteshaus kann man unter www.aufblasbare-kirche.de deutschlandweit mieten. Egal, ob am Strand, im Wald oder in den Bergen - die mobile Kirche lässt sich überall aufbauen und vielfältig verwenden.

Der Betreiber hat auf seiner Internetseite sogar gleich eine Liste mit Vorschlägen parat. Neben Standards, wie Gottesdiensten und Hochzeiten, bietet die XXL-Plastik-Kirche auch Platz für Geburtstagsfeiern, Festivals, Modenschauen, Sportveranstaltungen, leise Discos und vieles mehr. Um die 50 Personen passen in den 18 mal 7 Meter großen Innenraum.

Die Idee ist allerdings nicht neu. Erfunden hat die "Kirche to go" der Engländer Michael Gill schon vor gut zehn Jahren. Sein Vorhaben, das Werk als Gag an eine Nachtclubkette zu verkaufen, schlug jedoch unerwarteterweise fehl.

Dabei ist die Kirchen-Kreation doch wirklich einzigartig! Man stelle sich nur vor: Die Hochzeitsgesellschaft erhebt sich von den aufblasbaren Bänken, während die Braut zum Plastik-Altar schreitet. Als sich alle wieder setzen, macht es puff. Großmutter hatte wohl eine Stecknadel in ihrem Rock vergessen und sitzt nun eine Etage tiefer.