Die Problemchen am BER sind so gut wie gelöst. Mathias Piecha wird den Flughafen endlich seiner Bezeichnung gerecht werden lassen. Sie kennen Mathias Piecha nicht? Kein Wunder. Als Architekt und Redakteur würde sein Bekanntheitsgrad nicht einmal fürs Dschungelcamp ausreichen. Aber das wird sich ändern - spätestens bei der Pressekonferenz, auf der er als Nachfolger von Hartmut Mehdorn vorgestellt wird. Der Job ist ihm quasi sicher. Gerade hat er ein Bewerbungsschreiben an die Flughafen Berlin Brandenburg GmbH aufgesetzt und per Twitter verbreitet. Dem dort dargelegten Profil zufolge stimmt an diesem Mann einfach alles, angefangen bei den persönlichen Angaben: "Ich bin 44 Jahre alt. Ich sollte also in einem Alter sein, um die Eröffnung des Flughafens noch selbst miterleben zu können."

Bestechend sind seine einschlägigen Erfahrungen. So schreibt er: "Zur Zeit arbeite ich bei einer Organisation der Bundesregierung. Daher habe ich Erfahrung mit Projekten, die sich verzögern oder ganz scheitern." Es geht noch weiter. "Als erfahrener Journalist und PR-Redakteur u.a. in Wirtschaftsunternehmen habe ich zudem gelernt, Verzögerungen und Fehlentscheidungen als Erfolg darzustellen." Als wäre das nicht genug, punktet Piecha auch noch mit Bescheidenheit. Stellt er sich doch zum Schnäppchenpreis zur Verfügung. "Meine Verdienstvorstellungen liegen lediglich bei der Hälfte der Bezüge von Herrn Mehdorn", erklärt er. Leider hat Mathias Piecha auch eine Schwachstelle. Doch immerhin geht er in dem Schreiben offen mit ihr um: "Ich bin Architekt mit Erfahrung in Bauleitung, Bauplanung und Kostenmanagement. Es würde mich freuen, wenn Sie mich trotz dieser Qualifikation in Betracht ziehen würden."