Berlin - Die SPD hat die Einladung von Linken-Fraktionschef Gregor Gysi zu Gesprächen über eine künftige rot-rot-grüne Koalition auf Bundesebene ausgeschlagen. "Gysis Idee ist absurd", sagte SPD-Generalsekretärin Yasmin Fahimi in Berlin.

"Die SPD klärt ihre Koalitionsentscheidungen nicht in Arbeitsgruppen. Alle Spekulationen über die nächste Bundesregierung sind knapp drei Jahre vor der Wahl völlig aberwitzig." Zuvor hatte Gysi vorgeschlagen, dass die Parteichefs von SPD, Grünen und Linken Unterhändler benennen. "Wir müssen ausloten, wo wir uns inhaltlich annähern können."

In Thüringen regiert erstmals Rot-Rot-Grün auf Landesebene. Die Bundes-SPD will die Option bei der Bundestagswahl 2017 nicht mehr ausschließen, Parteichef Sigmar Gabriel sieht aber zurzeit dafür noch keine Grundlage.

Auch Grünen-Chef Cem Özdemir wies Gysis Vorstoß zurück. Zunächst müsse die Linke ihren Kurs ändern. "Weder ein Anti-Euro-Kurs, noch ein Anti-Israel-Kurs noch ein Pro-Putin-Kurs oder ein Pro-Schulden-Kurs ist mit uns machbar", sagte er der "Rheinischen Post".