Chaos und Freude in der Öffentlichkeit verbreiten - das ist am Sonntag wieder das Motto von Charlie Todd. Der New Yorker erfand "No Pants Subway Ride" (ohne Hose in der U-Bahn fahren). Die Idee hinter dieser Veranstaltung ist, dass Menschen ganz normal angezogen sind und sich ganz normal verhalten - bis auf eine Sache: Sie tragen keine Hosen in der U-Bahn.

An der ersten Station steigt einer ohne Hose ein und benimmt sich genau wie alle anderen in der U-Bahn mit Hosen. An der nächsten Station steigt der Nächste ohne Hose ein, bis ungefähr 30 Menschen ohne Hosen in einem Wagen sind. Sie ignorieren sich aber.

"Es sind dieselben Menschen, die man auch auf der Straße sieht - nur eben ohne Hose", sagt Mitorganisator Pete Goldstein. Man wolle Menschen einfach nur zum Lachen bringen. "Es war lange nur der Versuch, Leute einmal so richtig zu überraschen und ihnen eine Geschichte zu liefern, die ihre Freunde ihnen nicht glauben würden", sagt Goldstein.

Im vergangenen Jahr nahmen in New York mehr als 4000 Frauen und Männer daran teil, einige älter als 80. Es gab ähnliche Veranstaltungen in 60 Städten in mehr als 25 Ländern auf der ganzen Welt.

Der erste "No Pants Subway Ride" fand im Januar 2002 statt und hatte genau sieben Teilnehmer. In New York wird die Veranstaltung dieses Jahr auf elf U-Bahn-Linien stattfinden. Pete Goldstein: "Wenn Menschen unsere Teilnehmer fragen, warum sie keine Hosen anhaben, sagen sie einfach, dass sie sie vergessen haben, oder dachten, dass es draußen wärmer wäre."