Berlin - Das deutschlandweit größte Sozialgericht legt heute in Berlin seine Bilanz zur Arbeitsmarktreform Hartz IV vor. Es muss seit langem eine Flut von Klagen bearbeiten, auch wenn diese nun etwas abnehmen.

Vor zehn Jahren war die Grundsicherung für Arbeitslose eingeführt worden. Gerichtspräsidentin Sabine Schudoma spricht von der größten Herausforderung in der Geschichte des Sozialgerichts.

Die Lage bleibe angespannt, hatte sie kürzlich eingeschätzt. Für 2014 wurde mit etwa 23 600 Klagen und Anträgen auf einstweiligen Rechtsschutz gerechnet; 2011 gab es noch knapp 29 300 Fälle. Insgesamt betreffen 62 Prozent aller Streitigkeiten am Sozialgericht in der Bundeshauptstadt Hartz IV.