Rom (dpa/egw) l Katholisch zu sein, bedeutet nach Meinung von Papst Franziskus nicht, sich unkontrolliert fortzupflanzen. Auf der Rückreise von seiner Asienreise plauderte er vor Journalisten, wie er sich das vorstellt.

Künstliche Verhütungsmittel wie Pille oder Kondome bleiben zwar verboten. Es gebe aber viele von der Kirche erlaubte Methoden, glaubt Franziskus. Drei Kinder pro Ehepaar seien jedenfalls ideal. Und dann folgt der irritierende Satz: "Manche Menschen glauben - entschuldigen Sie den Ausdruck -, dass sich gute Katholiken wie Karnickel vermehren müssen."

Da hatte Franziskus aber was gesagt - und nicht mit den "Karnickel"-Züchtern gerechnet. Man dürfe nämlich nicht allen Kaninchen pauschal ein erhöhtes Sexualverhalten unterstellen, schleuderte Erwin Leowsky zurück. Der Präsident des Zentralverbandes Deutscher Rasse-Kaninchenzüchter stellte klar, dass die sexuellen Ausschweifungen nur auf freilebende Tiere zuträfen. Die Fortpflanzung bei Zuchtkaninchen verlaufe hingegen in geordneten Bahnen.