Fulda (dpa) l Im Tarifkonflikt mit der Deutschen Bahn droht die Gewerkschaft EVG dem Konzern mit einem Ultimatum und Warnstreiks. Die Bahn solle bis Freitag um 16.00 Uhr zu den Forderungen der Eisenbahn- und Verkehrsgewerkschaft Stellung nehmen.

"Lehnt der Arbeitgeber ab, werden wir zum Warnstreik aufrufen. Verhandelt wird in dieser Frage jetzt nicht mehr", sagte EVG-Verhandlungsführerin Regina Rusch-Ziemba am Dienstag bei einem Gewerkschaftstreffen der großen Tarifkommission in Fulda. Die EVG fordert, an ihre Mitglieder für jeden Monat seit Auslaufen der Tarifverträge eine Abschlagszahlung in Höhe von 100 Euro zu zahlen. "Das ist eine ganz einfache Rechnung, die jeder nachvollziehen kann und die alle gleich behandelt. Genau das ist unser Ziel", erklärte Rusch-Ziemba.

Die Deutsche Bahn verurteilte das Vorgehen der EVG: "Ultimaten dieser Art sind völlig unangemessen und eine übertriebene Eskalation. Die DB hat zu jedem Zeitpunkt deutlich gemacht, dass wir zügig ein faires Ergebnis im Interesse der Mitarbeiter wollen", sagte eine Bahnsprecherin.