Ein Gericht in Nordfrankreich hat nach eigener Darstellung zwei Kinder davor bewahrt, zeitlebens wegen ihres Namens gehänselt zu werden. Die Richter lehnten nämlich die von den Eltern gewünschten Vornamen "Nutella" und "Erdbeere" für ihre Babys ab. Diese Vornamen würden den Interessen der Kinder schaden.

Ob das wirklich der Fall ist, lässt sich nicht mit Bestimmtheit sagen. 10000 Mark erhielt zum Beispiel 1959 ein Hamburger Ehepaar von einem amerikanischen Cola-Hersteller für die Entscheidung, seine Tochter Pepsi zu nennen. Sie habe nie darunter gelitten, sagt die heute 55 Jahre alte Pepsi-Carola Krohn. Im Gegenteil: Ein Konzernchef wurde ihr Patenonkel, bis zu ihrer Hochzeit bekam Pepsi-Carola jedes Jahr Weihnachts- und Geburtstagsgeschenke von der Firma - ein Fahrrad, eine Puppe und immer eine Kiste Cola. Da ließ es sich verschmerzen, dass Kinder sie auch gern mal Fanta oder Sprite riefen.

Wer das mal in Richtung Nutella-Produzent Ferrero weiterdenkt, ahnt, was der kleinen Nutella entgehen könnte. Vielleicht hat das Gericht aber gerade dies mit Blick auf die Gesundheit bedacht. Jedenfalls beschloss es kurzerhand die Umbenennung des Kindes in "Ella".

Im zweiten Fall verwies das Gericht auf das Risiko von Hänseleien, falls das Kind "Fraise" (deutsch: Erdbeere) genannt würde. Daraufhin ent-schieden sich die Eltern für eine leicht abgewandelte Variante: Das kleine Mädchen heißt jetzt Fraisine.