Hier ist was los

Skigebiet Wurmberg, Braunlage
9 km Pisten mit 14 Abfahrten. Tageskarte 31 Euro, Kinder 15 Euro. Empfehlung: Neuer Einstieg ins Skigebiet am Parkplatz Hexenritt nutzen.
www.wurmberg-seilbahn.de; Skischule Wurmberg
www.skischule-oberharz.de

Eisstadion Braunlage, Harzburger Straße
Eisdisko, Eisstockschießen und mehr. Wochentags 12 bis 14 Uhr geschlossen. Eintritt: 4 Euro, Kinder 3,50 Euro. Schlittschuhverleih/Paar: 3 Euro.
www.eisstadion-braunlage.de

Ausleihstation Riemenschneider Schierke Brockenstraße, tgl. 9 bis 17 Uhr, Schlitten 4 Euro, Langlaufski-Set und Schneeschuhe je 10 Euro, Tel. (03 94 55) 409

Schierker Baude, Barenberg
Verleih Langlaufski (12 Euro/ 1 Tag, 20 Euro/2 Tage) und Schlitten (3 Euro), Kletterwand (80 bis 100 Euro Miete/Stunde inkl. Anleitung), Übernachtung (rechnet sich erst ab 2 Nächten), Tel. (03 94 55) 86 30, www.schierkerbaude.de

Touristinformation Schierke
Telefon: (03 94 55) 86 80,
www.schierke-am-brocken.de

Spielemagazin Halberstadt
in den Ferien tgl. 10 bis 19 Uhr, Eintritt: 9 Euro Kinder, 7,50 Euro Erwachsene und Kinder von 1 bis 3 Jahre, Kinder ab 10 können mit Vollmacht auch allein kommen, Stoppersocken mitbringen, www.hawoge-spiele-magazin.de

Weitere Infos
Programm Schierker Wintersportwochen: www.wernigerode-tourismus.de

Temperaturen und Schneehöhen (Harzer Tourismusverband):
wintersport.harzinfo.de

Braunlage/Schierke l Nur zwei Kilometer hinter der Landesgrenze aus Richtung Schierke führt ein tief verschneiter Waldweg direkt hinein ins neue Abfahrparadies. Großparkplatz (600 Plätze), ein Gasthaus "Hexenritt-Alm", ein Schlepplift und ein Vierer-Sessellift. Partymusik. Ein Hauch von Zillertal kommt auf.

"Hexenritt" heißt der neu gestaltete Hang am Wurmberg. Zwei Abfahrten, eine davon oben sogar recht steil. Schwarz – höchster Schwierigkeitsgrad – soll sie sein. Wer in den Alpen unterwegs ist, muss darüber schmunzeln. Dort wäre dieses 200 Meter lange Teilstück rot – also mittelschwer.

Fast so wie im richtigen Skiurlaub

Doch ansonsten ist fast alles so wie im richtigen Skiurlaub. Unten am Schlepper sitzt Skischulinhaber Andreas Hickmann im Container und verteilt aus einem Fenster heraus farbige Plaketten an die Kursteilnehmer. Hauptsächlich Niedersachsen, einige Dänen sind auch da. Die Skiausrüstung gibt es gleich nebenan oder in Braunlage (um 20 Euro für Erwachsene, 14 Euro Kinder).

Die Kurse sind gut gebucht. Kinder, Anfänger, geübte Fahrer. Der flach auslaufende "Hexenritt" ist ideal für den Einstieg ins Skivergnügen. Die Scheine wandern. 30 Euro Tagespreis für den Kurs. "Meine Frau hätte gern Einzelunterricht", fragt ein Herr aus Hannover. Hickmann schüttelt mit dem Kopf. "Alles ausgebucht."

Zwölf Skilehrer hat er zusätzlich in diesem Winter eingestellt. "Das sind zum Beispiel Bauarbeiter, die im Winter eine andere Beschäftigung suchen", erzählt er. Der Chef selbst führt sonst ein Hotel. Auf 40 Skilehrer kann er insgesamt zugreifen. "Alle dafür ausgebildet", betont Hickmann. Trotzdem: Wenn die Ferien jetzt losgehen, empfiehlt er unbedingt einen Blick auf die Internetseite der Skischule. Nur wer rechtzeitig bucht, kann wirklich sicher mit einer seiner farbigen Plaketten rechnen.

Keine Lust auf Ski, aber trotzdem Wintersport? Da bietet sich ein Angebot in Braunlage ganz besonders an: Das 40 Jahre alte Eislaufstadion direkt gegenüber der Seilbahnstation. Es ist die einzige überdachte Eislauffläche dieser Größe (60 mal 30 Meter) im Harz. Die Halle ist zwar schon etwas betagt, was der Besucher auch an allen Ecken sieht, aber das Eis ist top. Eismeister Uwe Bartels: "Das ziehe ich jeden Morgen ab. Und bei großem Andrang Mittag noch einmal."
Popmusik wummert unter dem Hallendach. Für die Jüngsten gibt es witzige Tierschlitten. Aber bei dem schönen Winterwetter heute verlieren sich nur eine Handvoll Schlittschuhläufer in der Halle. Unter ihnen die 62-jährige Sylvia Knüve aus Hannover. Sie fährt seit 20 Jahren regelmäßig für zwei, drei Tage nach Braunlage – und läuft wie eine Eistänzerin.

Wenn nächste Woche in Sachsen-Anhalt die Winterferien beginnen, wird sich auch das Eisstadion füllen, weiß Eismeister Bartels aus Erfahrung. 600 Schlittschuhläufer passen maximal auf das Eis. Aber so viele Besucher hatte die ehrwürdige Halle schon lange nicht mehr. "An starken Tagen kommen 500 Besucher im Laufe des ganzen Tages", so der Eismeister. Eigene Schlittschuhe sind nicht nötig. Für drei Euro am Tag gibt es die in der Halle im Ausleih.

Wie ein Storch durch den Winterwald

Von einem Schlittschuhstadion ist auch die Oberharzgemeinde Schierke nicht mehr weit entfernt. Das Projekt steckt aber noch in den Schlittschuhen, pardon, Kinderschuhen. Aber es gibt ja genügend andere spaßige Winterangebote in dem Ferienort.

Zum Beispiel Schneeschuhwandern. Bei Schierker Touristen ist das seit zwei Jahren der Renner. "Am häufigsten gehen die Schuhe an Ältere und an Familien mit Kindern raus", erzählt Bernd Riemenschneider von der größten Ausleihstation im Ort. Dieser Winterspaß ist ja auch kinderleicht: Die Gestelle werden mit Riemen an die eigenen Treter geschnallt, dann gibt‘s noch Stöcker in die Hand und schon kann‘s losgehen – zum Beispiel in Richtung großer Winterberg. Das einzig Gewöhnungsbedürftige: Man muss die Füße anheben wie ein Storch – laufstegreif sieht das nicht gerade aus. Dafür kann man durch tiefsten Schnee waten, ohne einzusacken. Eine schöne Entschädigung.

Wer sich lieber im Sitzen vergnügt, leiht einen Schlitten. Mit dem saust man am besten die Großmutterrodelbahn herunter, der Fußmarsch hoch dauert um die 15 Minuten.

Aber auch Langlauf-Fans kommen in Schierke auf ihre Kosten. Rund 40 Loipen umfasst das Skigebiet, 30 davon werden täglich präpariert. Anfängerin Lea Kramark kommt schon ganz gut zurecht. "Nach einem Tag falle ich zumindest kaum noch hin", erzählt die 15-Jährige grinsend. Mit ihren Mitschülern ist sie aus Goslar angereist. Übernachtet wird in der Schierker Baude, einer gehobenen Jugendherberge der Sportjugend. Dort gibt es auch Zimmer für Familien. "In den Ferien sind wir aber fast ausgebucht", sagt Chefin Gabriele Kühn. Also lieber anrufen, bevor man kommt.

Auch im Rest des Ortes sind in den Ferien die meisten Betten schon belegt, berichtet Ariane Kirstein von der Touristinformation. "Aber wer sich bei uns meldet, für den finden wir vielleicht auch kurzfristig noch etwas." Nur an diesem Wochenende, sagt sie, da sei es wirklich sehr voll. Kein Wunder, wenn mehr als 40 Zentimeter hoher Schnee zur Wintergaudi lockt.

Oder vielleicht besser doch schön warm und drinnen? Einen Besuch des Hasseröder Ferienparks (145 Ferienwohnungen, Sauna, Schwimmbad) in Wernigerode sollten sich Badenixen vielleicht doch besser für später aufheben. Park-Geschäftsführer Frank Kasselmann: "Wir sind in beiden Ferienwochen komplett ausgebucht. Da kann es passieren, dass wir das Bad wegen Überfüllung schließen müssen."

Na, dann doch gleich besser in Sachsen-Anhalts neuestes Indoor-Spieleparadies. Seit Oktober können sich Kinder und Teenies im Spielemagazin Halberstadt austoben – auf drei Etagen und 3000 Quadratmetern. Es ist der ganze Stolz von Beate Grebe, Hauptgeschäftsführerin der Halberstädter Wohnungsgesellschaft. Unter ihrer Führung wurde die ehemalige Kaserne mit Liebe zum Detail verwandelt. Das Ergebnis scheint anzukommen: "In den ersten drei Monaten waren schon 28 000 Besucher hier", erzählt sie.

Herzstück ist eine Kletterlandschaft für Kleinere über zwei Etagen mit Wellenrutsche und Elektrokartbahn. Teenies können auf einer Videowand so groß wie ein Fußballtor Autorennen fahren oder auf einem Mini-Feld kicken. Für die ganz Kleinen gibt‘s Klettergerüst und Bällebad, für Kinder mit Rollstuhl ein spezielles Karussell und Trampolin. Apropos Trampoline: Von denen hat das Spielemagazin sieben Stück. Ob man dort auch mal einen Papa beim Hüpfen erwischt? "Auf jeden Fall", sagt Grebe. "Das ist sogar erlaubt. Die Trampoline halten 100 Kilo aus."

Na, dann: Egal, wie das Wetter in den nächsten zwei Wochen wird: Ab ins Auto und auf ins Wintervergnügen!

Winterspaß im Harz

Schierke | Ob in Schierke, Braunlage oder Halberstadt - im Harz kann man in diesen Winterferien einiges erleben. Fotos: Oliver Schlicht, Elisa Sowieja

  • Blick auf die Skipiste im Skigebiet Wurmberg.

    Blick auf die Skipiste im Skigebiet Wurmberg.

  • Im Eisstadion Braunlage kann man Schlittschuhlaufen so wie Rosa und Emma aus Bremen. Sie  machen im Harz mit ihren Eltern Urlaub.

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  • Ariane Kirchstein und Mario Abel von der Touristinformation Schierke haben sich Schneeschuhe angeschnallt - seit zwei Jahren Trend unter den Touristen.

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  • Skigebiet am Hexenritt

    Skigebiet am Hexenritt

  • Am Wurmberg kommen Abfahrtsläufer auf ihre Kosten.

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  • Blick auf die Skipiste im Skigebiet Wurmberg.

    Blick auf die Skipiste im Skigebiet Wurmberg.

  • Bei schlechtem Wetter tummeln sich viele Touristen im Schwimmbad im Hasseröder Ferienpark. In diesen Ferien ist der schon ausgebucht, auch das Schwimmbad wird wohl jeden Tag proppenvoll sein.

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  • Skilanglauf bietet sich in der Region Schierke an. Hier machen Lea Kramark und ihre Goslarer Mitschüler einen Langlauf-Kurs.

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  • Im Halberstädter Spielemagazin können Kleine und Große Spaß haben  so wie hier Dean und Abby (v.l.), die mit Oma Susi Seifer gekommen sind.

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  • Auch Rodeln kann man im Harz  so wie hier Janina Hitzfeld und die kleine Marie.

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  • Blick auf das Schwimmbad im Hasseröder Ferienpark.

    Blick auf das Schwimmbad im Hasseröder Ferienpark.