Düsseldorf - Die FDP hält einen schrittweisen Abbau des Solidaritätszuschlags mit einer milliardenschweren Entlastung für die Steuerzahler bereits ab dem kommenden Jahr für machbar.

Zuerst sollten ab 2016 Bezieher kleinerer Einkommen profitieren, die bei einem Bruttojahreseinkommen von unter 50 000 Euro den Soli nicht mehr zahlen müssten, sagte Parteichef Christian Lindner. Im zweiten Schritt könne der Satz 2017 von 5,5 auf 2,5 Prozent sinken. 2020 könne der Zuschlag ganz entfallen.

Die Bürger würden in diesem Zeitraum um 16 Milliarden Euro entlastet, betonten Lindner und Roland Döhrn vom Rheinisch-Westfälischen Institut für Wirtschaftsforschung bei der Vorstellung des Modells. Der Soli läuft Ende 2019 aus, Bund und Länder wollen ihn aber auch danach erhalten.