Haarlem | Gehören Sie auch zu den Menschen, die dieser Tage selbst in Strickpulli und Thermosocken nur dann nicht zu erfrieren drohen, wenn das Wohnzimmer-Thermostat auf Fünf steht? Dann seien Sie froh, dass Sie nicht in Holland leben. Denn dort könnte Ihnen Ihr Frostbeulen-Dasein ganz schnell ungebetenen Besuch einbrocken.

So ist es durchaus möglich, dass an einem schönen Sonnabendmorgen plötzlich ein paar Herren von der Drogenfahndung vor der Tür stehen. Und zwar nicht etwa, um Brötchen zu bringen. Die holländischen Ermittler sind nämlich Füchse. Sie haben irgendwann mal gehört, dass es Hanfpflanzen schön warm mögen. So um die 24 Grad ist es für sie am lauschigsten, raten sich anonyme Kiffer in Internetforen.

Und da hatten die Polizisten eine Idee: Wenn im Winter Schnee liegt, dann kann man doch Super-Heizer - und somit potenzielle Drogenbauern - ganz einfach daran erkennen, dass auf ihren Dächern der Schnee geschmolzen ist. Nach diesem Prinzip statten sie nun schon seit Jahren Haushalten mit auffällig flockenfreien Dächern Besuche ab.

Die Polizei in Haarlem hat jetzt sogar noch einen draufgesetzt - mit einer eher untypischen Nachricht auf Twitter, die sich rasend schnell verbreitete. In der wird dazu aufgerufen, Nachbarn mit verdächtigen Dächern zu melden.

Na, hoffentlich sind die holländischen Hanfplantagen-Betreiber nicht auch so schlau wie die Polizisten. Denn sonst wissen sie, wie man ihnen nicht auf die Schliche kommt: mit Kunstschnee auf dem Dach.