München - Der Angeklagte im Münchner Prozess um Terror in Syrien hat auf zahlreichen Fotos mit Waffen posiert.

Dem Oberlandesgericht München liegen nach Angaben des Vorsitzenden Richters Manfred Dauster 164 Aufnahmen vor, die unter anderem auf dem Handy des 27-Jährigen gefunden worden seien. Darauf ist dieser unter anderem in einer Waffenkammer zu sehen, mit einer Kalaschnikow, Raketenwerfern und Handgranaten. Ein Teil der Waffen sei nicht geladen gewesen, sagte der Angeklagte.

Die Bundesanwaltschaft wirft dem 27-Jährigen unter anderem Mord und versuchte Anstiftung zum Mord vor. Der Münchner soll als Mitglied der Gruppe "Junud Al-Sham" am Terror in Syrien beteiligt gewesen sein. Der Hauptvorwurf: Er soll vor einem Jahr mit etwa 1600 Dschihadisten das Gefängnis in Aleppo mit Panzern und Maschinengewehren angegriffen und dabei viele Gefangene befreit haben.