Halle (dpa) | Die Nahverkehrsservice Sachsen-Anhalt GmbH (Nasa) hat eine Reihe von Zugverbindungen im Land an neue Anbieter vergeben. So werde die Strecke Stendal-Rathenow ab Dezember von der Ostdeutschen Eisenbahngesellschaft betrieben, teilte die Nasa am Dienstag in Halle mit. Zwischen Halle und Goslar rollen dann nur noch Bahnen des Harz-Elbe-Expresses (HEX); die Deutsche Bahn Regio fährt dort dann nicht mehr. Mit dem bereits bestehenden HEX-Angebot fahren die Bahnen dann im Ein-Stunden-Takt zwischen Halle und Halberstadt. Mit Abellio tritt ein neuer Anbieter im Netz Saale-Thüringen-Südharz auf den Plan.

Mit den neuen Vertragspartnern seien Verbesserungen im Angebot vereinbart worden, hieß es weiter. So würden unter anderem Kundenbetreuer den Fahrscheinverkauf im Zug gewährleisten. Beim Harz-Elbe-Express werden neue Fahrzeuge eingesetzt, die die bei den Kunden unbeliebten Neigetechnikzüge ersetzen. Zwar führen die neuen Dieseltriebwagen etwas langsamer, dennoch sei das Angebot gegenüber früher verbessert worden, da stündlich gefahren werde.

Mit dem alten Partner Deutsche Bahn Regio arbeitet die Nasa weiterhin im mitteldeutschen S-Bahn-Netz zusammen. Das sogenannte Netz II ergänze das bisherige Angebot und binde zunächst Dessau in den City-Tunnel Leipzig ein. Bis Ende 2016 will die DB Regio zudem ihren Fuhrpark auf das Modell Talent II komplett umgestellt haben.

Wegen umfangreicher Bauarbeiten am Knotenpunkt Halle in den kommenden beiden Jahren kann die DB-Linie Berlin-München den dortigen Bahnhof vorübergehend nicht ansteuern. Dafür wird in Richtung München der Bahnhof Naumburg dann stündlich statt aller zwei Stunden angesteuert. Über Bitterfeld wird eine weitere Verbindung nach Berlin angeboten. Grund für die Bauarbeiten ist die Einbindung Halles an die Schnellstrecke von Berlin nach Frankfurt am Main und München. Diese soll bis 2017 realisiert werden.

Die Veränderungen im Fahrplan werden ab dem 16. Februar auf der Internetseite www.starker-nahverkehr.de veröffentlicht. Bis zum 27. Februar haben Fahrgäste dann die Möglichkeit, Anregungen und Kritik zu den Planungen zu äußern.