Stuttgart - Vor dem Start der Tarifrunde für den öffentlichen Dienst der Länder fordert der Chef der Gewerkschaft Verdi, Frank Bsirske, ein deutliches Gehaltsplus für die Beschäftigten.

"Noch immer liegen die Tarifgehälter im öffentlichen Dienst der Länder hinter der Tarifentwicklung in der Gesamtwirtschaft zurück. Diesen Abstand wollen wir verkleinern", sagte Bsirske der Zeitung "Sonntag Aktuell". Am Ende der Verhandlungen, die an diesem Montag in Berlin beginnen, müssten "deutliche Gehaltssteigerungen" stehen. Zudem müsse Schluss sein mit der "ausufernden Praxis befristeter Arbeitsverträge".

Verdi und der Beamtenbund verlangen 5,5 Prozent oder mindestens 175 Euro mehr Einkommen für die rund eine Million Beschäftigten der Länder. Der Verhandlungsführer der Arbeitgeber, Sachsen Anhalts Finanzminister Jens Bullerjahn (SPD), nannte die Gewerkschaftsforderungen völlig überzogen. "Ich erwarte schwierige Verhandlungen und setze auf Realismus auf beiden Seiten, zumal nicht nur um Prozente gerungen wird", sagte er dem Blatt.