Braunschweig - Nach der Terrordrohung gegen den Karnevalsumzug in Braunschweig liegen der Polizei keine neuen Hinweise zu den Hintergründen vor.

Festnahmen oder Durchsuchungen habe es bislang nicht gegeben, sagte heute ein Polizeisprecher. Der größte Karnevalsumzug Norddeutschlands "Schoduvel" war am Sonntag abgesagt worden. Den Sicherheitsbehörden lagen konkrete Hinweise auf einen möglichen Terrorakt mit islamistischem Hintergrund vor.

Bei den Hinweisen habe es einen direkten Bezug zu Braunschweig und dem "Schoduvel" gegeben, sagte Innenminister Boris Pistorius (SPD) dem NDR. Für eine Gefährdung an anderen Orten gebe es bislang keine Hinweise. In anderen Städten in Deutschland sollen die großen Rosenmontagsumzüge wie geplant stattfinden. In Köln, Düsseldorf und Mainz werden Hunderttausende Jecken erwartet.

Pistorius wies darauf hin, dass es in Braunschweig und Wolfsburg eine Konzentration von Salafisten gebe, die als gefährlich eingestuft werden. Die Szene werde beobachtet.