Magdeburg l Im kommenden Jahr will die Sushi-Restaurant-Kette aus Sachsen-Anhalt zwei weitere Filialen in Chemnitz und Jena eröffnen. Dann wird an elf Standorten die japanische Spezialität nach dem Konzept aus Magdeburg angeboten. Sushi mit System.

Die Kette, 2001 gegründet, ist in drei Bundesländern aktiv: Sachsen-Anhalt, Sachsen und Thüringen. Der Umsatz kletterte zuletzt auf mehr als drei Millionen Euro im Jahr. Das Geschäft ist profitabel. Um weiter zu wachsen, will sich das Unternehmen für Franchise-Nehmer öffnen. "Darin sehen wir Potenzial. Wir haben ein funktionierendes Konzept. Die ersten Franchise-Nehmer werden von uns unterstützt", sagte Geschäftsführer Mario Gerlich. Künftige Partner sollen dabei vor allem vom Know-how der Magdeburger bei der Sushi-Zubereitung profitieren, aber auch von den günstigen Einkaufskonditionen, die das Unternehmen mit Fischlieferanten ausgehandelt hat.

Mario Gerlich ist der Mann, der Sushi nach Magdeburg gebracht hat. Der japanische Sushi-Meister Yuki Hiroshi führte Gerlich und seinen Geschäftspartner Toralf Krüger in die Geheimnisse der Sushi-Herstellung ein. 20000 D-Mark investierten sie in die Eröffnung ihres ersten Restaurants. "Die ersten vier Jahre standen wir selbst in der Küche und haben das Sushi für unsere Kunden zubereitet", erinnert sich Gerlich.

Mittlerweile steckt hinter den neun Restaurants ein Konzept. In der Küche steht Mario Gerlich nur noch privat. Für die Filialen hat er bestimmte Regeln aufgestellt, die vom Erscheinungsbild und Essensangebot über das Verhalten gegenüber Kunden bis hin zum Marketing reichen. Für die Entwicklung von neuen Kreationen kommen die besten Sushi-Köche der Kette regelmäßig zusammen. "Damit bringen wir Abwechslung in unser Angebot", erläutert Gerlich.

Magdeburger streben Marktführerschaft an

Im vergangenen Jahr sind in den Restaurants der Sushi-Freunde rund elf Tonnen Fisch verkauft worden. Die Sushi-Freunde haben sich Nachhaltigkeit auf die Fahnen geschrieben. Verarbeitet werden nur Meerestiere aus nachhaltiger Fischerei. Zur Auslieferung werden sieben Elektroautos und drei Elektrofahrräder verwendet. Kunden, die ihre Bestellung abholen, bekommen statt einer Plastiktüte eine Papiertragetasche.

Für Mario Gerlich ist der Sushi-Traum nicht am Ende. "Wir streben perspektivisch die Marktführerschaft in Deutschland an", sagt er. Ein ambitioniertes Ziel. An der Spitze der deutschen Sushi-Unternehmen steht derzeit die Frankfurter Kette Sushi-Circle mit 25 Filialen.

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