Berlin - Die Alternative für Deutschland (AfD) hat die Einführung einer gesetzlich vorgeschriebenen Zusatzrente mit Kinderbonus vorgeschlagen.

Mit der "verpflichtenden Zusatzrente" in Höhe von fünf bis neun Prozent des Bruttoeinkommens will die rechtskonservative Partei nach eigener Aussage einen Kollaps des Rentensystems verhindern und große Familien entlasten.

"Nur so können wir den demografischen Wandel abfedern, Altersarmut verhindern und sicherstellen, dass wir die Jungen nicht überfordern", sagte Verena Brüdigam, die dem AfD-Bundesvorstand als Beisitzerin angehört. Ihren Vorstellungen zufolge sollte sich der Beitrag zu diesem Fonds mit jedem Kind um ein Drittel verringern. Wer mindestens drei Kinder hat, würde damit gar nichts in den Fonds einzahlen, aber trotzdem Leistungen erhalten. Das wäre aus Sicht der AfD fairer als das derzeitige System, da Kinderlose mehr finanzielle Mittel in die Altersvorsorge stecken könnten als Eltern.

"Wenn wir nicht umsteuern, werden wir in zehn Jahren entweder eine noch erhebliche Beitragssteigerung haben oder aber eine dramatische Kürzung der Renten", sagte Brüdigam, die an den Vorbereitungen für das AfD-Parteiprogramm beteiligt ist. Über das Programm soll ein Mitglieder-Parteitag der AfD vor Jahresende abstimmen.