Berlin (dpa/vs) | Das vor Jahren gestohlene Telefon aus dem Dienstzimmer von Stasi-Chef Erich Mielke ist wieder da. Es war im Mai 2008 bei einem Einbruch in die frühere Zentrale des DDR-Ministeriums für Staatssicherheit in Berlin verschwunden und tauchte nun zufällig bei einer Durchsuchung im Bezirk Neukölln wieder auf, teilte die Polizei am Dienstag mit. Die Ermittler hatten dort eine Wohnung und einen Keller durchsucht, weil sie gestohlenen "sakralen Gegenständen" aus einem anderen Fall auf der Spur waren.

Wie und warum das Telefon dorthin gekommen sein könnten, wollte die Polizei nicht sagen. Auch nichts über die Verdächtigen. Eine seltsame Sammelleidenschaft muss sie schon getrieben haben. Außer dem Telefon, das man nicht mal als "Marke Mielke" versilbern konnte, ohne aufzufallen, fanden sich in der durchsuchten Wohnung auch Stücke aus Mielkes Geschenkesammlung. Sie waren 2009 bei einem weiteren Einbruch verschwunden.

Dabei handelt es sich zum Beispiel um einen Eishockeyschläger aus Moskau oder ein Holzbrettchen mit dem Konterfei Lenins. Möglicherweise brauchten die Diebe ja nur etwas zum Heizen, denn sie ließen damals auch Kohlebriketts mit Aufdrucken wie "30 Jahre DDR" verschwinden.