Berlin - Die Stasi-Unterlagenbehörde zielt mit ihrer Aufklärungsarbeit immer stärker auf die Nach-Wende-Generation. Die Zahl der Menschen, die die DDR selbst nicht mehr erlebt hätten, nehme stetig zu, und das verändere auch den Dialog, die Aufbereitung und die Erzählweise.

So heißt es im aktuellen Tätigkeitsbericht der Behörde, den ihr Chef Roland Jahn heute Bundestagspräsident Norbert Lammert übergibt. Nachwachsende Generationen hätten nicht automatisch ein eigenes Interesse an der Auseinandersetzung mit der SED-Diktatur. Zugleich sei das Interesse der Älteren an den Stasi-Akten ungebrochen. Knapp 67 800 Anträge auf Einsicht wurden im Jahr 2014 gestellt, rund drei Millionen sind es seit Bestehen der Behörde.