Berlin (dpa) l Eine Sonnenfinsternis wollen sich viele Menschen nicht entgehen lassen. Am 20. März ist es wieder soweit: Wenn der Mond sich vor die Sonne schiebt, schauen viele gebannt in den Himmel. Aber bloß nicht ohne die Augen zu schützen, mahnt das Kuratorium für Gutes Sehen (KGS). Eine Sonnenbrille reicht definitiv nicht aus.

Stattdessen kann man zum Beispiel eine Folie vor der Öffnung des Fernglases anbringen. Oder sich eine Schutzbrille etwa mit einem Rahmen aus Pappe zulegen. Dabei sollte man auch auf breite Bügel achten, damit von der Seite wenig Licht einfällt. Auf das Modell von der letzten Sonnenfinsternis greift man besser nicht nochmal zurück: Es könnten Löcher in der Folie sein. Der Schutzfilter muss laut KGS mindestens eine optische Dichte von 5,0 aufweisen. So wird maximal ein Hunderttausendstel des Sonnenlichtes durchgelassen. Wer auf den Schutz verzichtet, riskiert bleibende Schäden, die bis zur Erblindung führen können. Verbrennungen des Augenhintergrundes tun laut KGS am Anfang nicht weh, weil die Netzhaut keinen Schmerzimpuls sendet.

Hobbyfotografen, die sich die seltene Gelegenheit der Sonnenfinsternis nicht entgehen lassen wollen, können einen Sonnenschutz für ihre Kamera leicht selber bauen. Die aluminisierten Filterfolien dazu gibt es im Fachhandel. Sie sind ab etwa 25 Euro zu haben. Zusammen mit stabilem Karton und Klebstoff entsteht der passende Aufsatz. Die Experten der Fachzeitschrift "c`t Digitale Fotografie" raten zur Folie "AstroSolar ND5.0".

Von Folien für den Kamerasucher rät Christian Gritzner, Ingenieur beim Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt, dringend ab. "Das ist ganz gebündeltes intensives Sonnenlicht." Im schlimmsten Fall drohen Schäden am Kamerasensor oder den eigenen Augen.

Damit die Aufnahmen der Kamera nicht verwackeln, bieten sich ein Stativ und ein Fernauslöser an. Ob man die verdunkelte Sonne nun in Einzelbildern oder als Serie aufnimmt, bleibt dem Fotografen überlassen.

Wer die gesamte Finsternis in ihrem Verlauf dokumentieren will, nimmt am besten in Intervallen von fünf bis zehn Minuten ein Bild auf. Dabei wird die Kamera entweder für jede Aufnahme neu auf die Sonne ausgerichtet, oder an einer Position gelassen, um auch die Wanderbewegung des Himmelskörpers abzubilden. Am Computer können dann die Einzelaufnahmen zu einer Aufnahme kombiniert werden.