Magdeburg/Halle (dpa) l Stipendien fürs In- und Ausland und Ateliers: Land und Kommunen halten für Künstler und Kreative in Sachsen-Anhalt viele Angebote bereit. Das ergab eine dpa-Umfrage.

Wichtigster Akteur in der Förderung ist die Kunststiftung des Landes, die zweimal im Jahr Geld für Kunstprojekte unterschiedlicher Genres und Stipendien bereitstellt. Pro Jahr seien das etwa 450000 Euro, hieß es. Zuletzt habe es im November 2014 die Freigabe von rund 183000 Euro für 29 Künstler und Projekte gegeben.

"Die Kunststiftung ist Impulsgeber und Partner, Unterstützer und Türöffner für junge Künstler", sagte Kultusminister Stephan Dorgerloh (SPD). Er ist auch Vorsitzender des Stiftungsrates. Das Grundkapital der Stiftung betrug 8,3 Millionen Euro.

Außer der Kunststiftung vergibt auch die Kunst- und Kulturförderung des Landes Stipendien. Laut Kultusministerium fördert das Land zudem die Werkleitz Gesellschaft in Halle, die eigene Stipendienprogramme verfolgt. Es werden auch bundesweit Landesstipendien für Aufenthalte im Künstler- und Stipendiatenhaus Salzwedel, im Kunsthof Dahrenstedt und auf Schloss Hundisburg ausgeschrieben.

Die Stadt Magdeburg verfügt seit 1999 über sieben Ateliers, die an Künstler vergeben werden. Das geschieht mietfrei, zahlen müssen die Maler, Designer oder Bildhauer nur die Nebenkosten. Jährlich stellt die Stadt laut Sprecherin Kerstin Kinszorra rund 5600 Euro bereit.

Seit 2013 vergibt die Landeshauptstadt ein Stadtschreiberstipendium. Seit 1. März bis 30. September dieses Jahres hat den Posten der Autor Peter Wawerzinek inne, der dafür laut Stadtverwaltung 1200 Euro pro Monat bekommt.

In Halle ist der Autor Thomas Rackwitz mittlerweile schon der 15. Stadtschreiber, der das 5100-Euro-Stipendium erhält.