Berlin - Zwei Tage vor der vierten Verhandlungsrunde im öffentlichen Dienst der Länder erhöhen die Gewerkschaften noch einmal den Druck auf die Arbeitgeber. Mit ganztägigen Warnstreiks in mehreren Bundesländern wollen sie ihren Forderungen für die Angestellten der Länder Nachdruck verleihen.

In Hamburg werden am Vormittag bis zu 20.000 Teilnehmer zu einer zentralen Kundgebung für Norddeutschland erwartet. In Berlin kommt es am Mittag zu einer zentralen Kundgebung der Beschäftigten aus Berlin und Brandenburg am Gendarmenmarkt. Dort wird auch der Vorsitzende der Gewerkschaft Verdi, Frank Bsirske, sprechen.

In Hamburg, Berlin und Brandenburg legten viele Angestellte im öffentlichen Dienst am Morgen ihre Arbeit nieder. Vom Warnstreik betroffen sind nach Angaben der Gewerkschaft Verdi Schulen, Behörden, Kundenzentren, Kfz-Zulassungsstellen, Bauhöfe und die Polizei. In Schleswig-Holstein wollen sich nach Gewerkschaftsangaben unter anderem Beschäftigte aller Ministerien, der Kieler Universität und des Uniklinikums am Warnstreik beteiligen.

In Mecklenburg-Vorpommern traf der Arbeitskampf vor allem die Schulen, von denen die Hälfte am Donnerstag bestreikt wurden. In Rheinland-Pfalz sollten nach Gewerkschafts-Plänen mehr als 100 Kitas geschlossen bleiben.