Magdeburg (ba) l Sechs Millionen Briefe und 300000 Pakete blieben deutschlandweit kurz vor Ostern liegen. Etliche Mitarbeiter der Post legten am Mittwoch die Arbeit nieder - auch in Sachsen-Anhalt. Post-Mitarbeiter in Magdeburg und Salzwedel beteiligten sich an dem bundesweiten Ausstand. Im gesamten mitteldeutschen Raum streikten 690 Beschäftigte. Besonders in Chemnitz, Leipzig und Dresden dürften etliche Briefe und Päckchen liegengeblieben sein. "Die Abläufe bei der Post sind sehr eng verzahnt", sagte Andreas Wiedemann von der Gewerkschaft Verdi. Wenn ein Zahnrad nicht richtig laufe, habe das erhebliche Folgen für den Betriebsablauf. Die Post widersprach: Für Sachsen-Anhalt seien die Auswirkungen sehr gering, sagte ein Post-Sprecher.

Verdi fordert für die 5100 tariflich angestellten Post-Mitarbeiter in Sachsen-Anhalt Arbeitszeitverkürzungen von 38,5 auf 36 Wochenstunden bei vollem Lohnausgleich. Außerdem will die Gewerkschaft die Ausgliederung von Beschäftigten in Regionalgesellschaften mit geringerer Bezahlung verhindern. Das Post-Management hatte verschiedene Ideen zur Verkürzung und Flexibilisierung von Arbeitszeiten vorgelegt, aber die Frage des Lohnausgleichs ausgeklammert.