Tierwelt-Messe

Noch bis diesen Sonntag, täglich von 10 bis 18 Uhr auf dem Messegelände in Magdeburg.

Die Tageskarte kostet sechs, ermäßigt fünf Euro. Die Familienkarte ist für 14 Euro zu haben. Pro Besuchertier werden 50 Cent fällig.

Mehr Infos: www.messe-tierwelt.de

Magdeburg l Das Kribbeln in den kleinen Händen der Kita-Kinder ist schon in der Straßenbahn auf dem Weg Richtung Messegelände zu beobachten. Sie reiben sich eifrig die Handinnenflächen, um Hund, Katze und Pferd auf der 7. Tierwelt-Messe beim ersten Streichelüberfall nicht zu verschrecken.

Eines wird beim Rundgang durch die drei Ausstellungshallen klar: Tierliebe und -haltung sind kein Generationending. Neben den vielen Kita-Gruppen sind am Freitagvormittag auch schon viele Zweibeiner aller Altersklassen an den Ausstellungsständen zu beobachten.

Einer der Besucher ist Johannes. Der Sechsjährige aus Ivenrode bei Haldensleben streichelt zum ersten Mal einen Leguan. "Er fühlt sich komisch an, ist aber ganz lieb", verspricht Justin Fauter, der seit der fünften Klasse zur AG "Terra et aqua" gehört und den 18-jährigen Ernie schon lange kennt. 100 Meter Luftlinie weiter schaut Rosie Kiebel aus der Eifel gerade, wie es ihren zwei Burmakatzen geht, die sie in Halle 3 ausstellt. Rund 35 Jahre Zucht machen sie zu einer Expertin. "Die verstecken sich nicht, wenn es klingelt", beschreibt sie einen der Vorteile der sehr menschenbezogenen Rasse. Lilli-Fee und Diamond lassen sich nicht aus der Ruhe bringen. Dass uns Tiere in jedem Lebensalter gut tun können, beweisen auch die drei Therapie-Alpakas Ursus, Yuma und Niels, die gelassen einen Spaziergang vor der Halle machen. "Die Alpakas empfinden unsere Emotionen. Sie machen uns ausgeglichener", sagt Karolin Henning.

Neben all ihren positiven Effekten fürs Gemüt sind Tiere, oder besser gesagt Tierfreunde, natürlich auch ein lukratives Geschäft. Für 360 Euro bietet Sattlereimitarbeiterin Mandy Gerber in Halle zwei einen Reiterhelm mit Swarovski-Steinchen an. Passend dazu: Mit Glitzer besetzte Hufglocken. Auch mit biologisch artgerechtem Futter (Barf) fürs Haustier lässt sich Geld machen. Reines Rindfleisch, schonend in der Blechdose gegart, vertreibt René Barbe aus Klein Wanzleben seit kurzem. "In der Natur würde ein Hund ja auch nicht an Weizenähren kauen", begründet der Kaufmann.

Wer sich auch nach dem Tod nicht ganz von seinem Tier trennen möchte, findet bei Alexander Topf und Stephanie Seiser den passenden Service. Nämlich Einäscherung und eine stilvolle Aufbewahrung der tierischen Überreste.

Darüber muss die sechsjährige Theresa aus der Magdeburger Kita Nordpark noch lange nicht nachdenken. "Zur Einschulung bekomme ich eine Maus als erstes Haustier", sagt sie und hofft, dass Mama ihr Versprechen hält.

Mehr Fotos unter www.volksstimme.de/tierwelt2015

 

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