Berlin - Die Union will sich mit der SPD darauf verständigen, härter gegen Einbrecher vorzugehen. Unionsfraktionschef Volker Kauder (CDU) schlug dazu eine deutliche Verschärfung des vorgesehenen Strafmaßes vor.

Wohnungseinbruch solle mit einer Haftstrafe von sechs Monaten bis zehn Jahren geahndet werden - und nicht mehr wie bisher in minderschweren Fällen mit drei Monaten bis fünf Jahren, sagte er der "Welt am Sonntag". Einbruchsdiebstahl müsse zudem "in den Katalog der Straftaten aufgenommen werden, zu deren Verfolgung die Telekommunikation überwacht werden kann".

Er sehe gute Chancen, dass der Bund demnächst konkrete Maßnahmen auf den Weg bringe, sagte Kauder. Bei einer gemeinsame Klausurtagung der Fraktionsvorstände von Union und SPD am Donnerstag rechnet er nach eigenen Worten mit einem ersten Beschluss in diese Richtung.

"Ausgaben für die Einbruchssicherung sollten besser steuerlich absetzbar sein, denn gerade gesicherte Türen und Fenster lassen Einbrecher von ihrer Tat abgesehen", forderte Kauder weiter. Neben den Handwerkerkosten sollten auch die Materialkosten, etwa für bessere Schlösser oder abschließbare Fensterriegel, abgesetzt werden können.

Seit 2006 hat die Zahl der Wohnungseinbrüche um etwa 40 Prozent zugenommen. Für 2014 liegen noch nicht alle Daten aus den Ländern vor. Nach einer vorläufigen Erhebung gab es erneut einen Anstieg.