Berlin - In der CDU ist die Forderung nach einer besseren staatlichen Förderung von Familien mit drei und mehr Kindern laut geworden.

Kurz vor der ersten Beratung des Bundestages über die geplante Kindergelderhöhung sagte der familienpolitische Sprecher der CDU/CSU-Fraktion, Marcus Weinberg, der Zeitung "Die Welt": "Für das dritte und jedes weitere Kind sollten wir über eine stärkere Anhebung sprechen." Familien mit drei oder mehr Kindern befänden sich in einer besonders belastenden finanziellen Situation.

"Die Union sollte nicht vernachlässigen, dass sie eine Familienpartei ist. Diesem Anspruch müssen wir auch in der Frage der Kindergelderhöhung gerecht werden", argumentierte der CDU-Politiker.

Das Kindergeld soll in diesem Jahr um vier Euro steigen - auf 188 Euro für das erste und zweite Kind, auf 194 Euro für das dritte und 219 Euro für jedes weitere Kind. 2016 sollen weitere zwei Euro draufkommen. Vorgesehen ist zudem, den steuerlichen Grundfreibetrag 2015 um 118 Euro und 2016 um weitere 180 Euro zu erhöhen.

Der Kinderfreibetrag soll um 144 Euro in diesem und um weitere 96 Euro im kommenden Jahr steigen. Auch der Kinderzuschlag soll erhöht werden. Das Paket wird am kommenden Donnerstag erstmals im Bundestag beraten.