Berlin - Das Verteidigungsministerium treibt das Drohnen-Projekt "Triton" als Ersatz für den gescheiterten "Euro Hawk" voran.

Die Realisierung solle "prioritär verfolgt werden", heißt es in einem Bericht für den Bundestag, mit dem sich der Verteidigungsausschuss an diesem Mittwoch befassen soll.

Im Frühjahr 2013 hatte der damalige Verteidigungsminister Thomas de Maizière (CDU) die Entwicklung des "Euro Hawk" wegen massiver Probleme bei der Zulassung für den deutschen Luftraum und einer drohenden Kostenexplosion gestoppt. Die Aufklärungstechnik "Isis" soll aber weitergenutzt werden.

"Triton" ist eine modernere Version des "Euro Hawk". Beide Drohnen basieren auf der "Global Hawk"-Drohne vom US-Rüstungskonzern Northrop Grumman. Die Opposition befürchtet daher, dass es auch beim "Euro Hawk"-Nachfolger Zulassungsprobleme geben wird. "Wenn das Verteidigungsministerium solche Fragen nicht vorab klärt, dann droht das Desaster um den Euro Hawk zu einer nie endenden Geschichte zu werden", sagte der Grünen-Verteidigungsexperte Tobias Lindner.

In dem Bericht wird auch bekräftigt, dass der 2013 ausgemusterte "Euro Hawk" reaktiviert werden soll, um die Aufklärungstechnik zu testen. Um festzustellen, ob die Drohne überhaupt noch fliegen kann, musste das Ministerium 2,6 Millionen Euro investieren.