Ersatzfahrplan am 23. April (Auszug)

Magdeburg - Leipzig: Zug fährt alle zwei Stunden ab 8.17 Uhr, vorher um 5.12 und 6.12 Uhr

Magdeburg - Uelzen: Zug fährt alle zwei Stunden ab 5.53 Uhr, zusätzlich Bus (Schienenersatzverkehr) ebenfalls alle zwei Stunden ab 4.20 Uhr

Magdeburg - Halle: Zug fährt alle drei Stunden ab 5.26 Uhr, ein Direktbus alle drei Stunden ab 4.20 Uhr

Magdeburg - Braunschweig: Zug fährt alle zwei Stunden ab 5.33 Uhr

Magdeburg - Berlin - Frankfurt (Oder): Keine Direktverbindung, unregelmäßiger Bus- und Zug-Verkehr ab 4.05 Uhr; viele Verbindungen bis Brandenburg

Magdeburg - Wolfsburg: Bus (Schienenersatzverkehr) alle zwei Stunden ab 6 Uhr

Stendal - Wolfsburg: Alle vier Stunden fährt ein Bus, los geht es ab 4.06 Uhr

Mehr Informationen unter der kostenlosen Service-Nummer (08000)996633 oder im Internet unter www.bahn.de/aktuell.

Berlin (dpa) l Leere Bahnsteige, volle Straßen: Zum siebten Mal hat die Lokführergewerkschaft GDL am Mittwoch Millionen Fahrgäste zum Umsteigen gezwungen. Der bundesweite Streik traf den Personenverkehr empfindlich. Nur etwa jeder dritte Fernzug fuhr, im Nahverkehr und bei S-Bahnen fuhren je nach Region zwischen 15 und 60 Prozent der Züge. Noch bis heute 21 Uhr dauert der Streik. Einzelne Ausfälle und Verspätungen sind erfahrungsgemäß auch noch nach dem Ausstand möglich.

Im Güterverkehr wollen die Lokführer erst am Freitag nach 66 Stunden die Arbeit wieder aufnehmen. Der Vorsitzende der Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer (GDL), Claus Weselsky, sagte, rund 3000 Lokführer und Zugbegleiter seien am Mittwoch im Ausstand gewesen.

Die Bahn hatte Ersatzfahrpläne erstellt, die nach ihren Angaben weitgehend eingehalten werden konnten, was auch Fahrgastvertreter bestätigten. Für den Ersatzfahrplan stützt sich das Bundesunternehmen auf Beamte und Nicht-GDL-Mitglieder. Teilweise blieben in den Zügen Plätze frei, weil viele Bahn-Kunden auf Busse, Mitfahrgelegenheiten oder das eigene Auto umstiegen. Das führte in einigen Regionen auch zu Staus auf den Straßen.

Die GDL drohte bereits mit einem weiteren Streik in der kommenden Woche. "Es wird keine weiteren wochenlangen Ultimaten geben", sagte der GDL-Bezirksvorsitzende für Berlin, Brandenburg und Sachsen, Frank Nachtigall.