Köln - Angesichts zunehmender Einbruchszahlen gibt es einer Studie zufolge in Deutschland eine Mehrheit für härtere Strafen. 86 Prozent der Befragten würden eine Ausweitung der Höchststrafe auf zehn Jahre Gefängnis befürworten.

Das geht aus einer Online-Umfrage des Meinungsforschungsinstituts YouGov hervor. 6 Prozent lehnen den Vorschlag eher ab, nur 1 Prozent ist "ganz und gar" dagegen. Die Zahl der Wohnungseinbrüche in Deutschland ist in den vergangenen Jahren kontinuierlich gestiegen.

Der Fraktionschef von CDU und CSU im Bundestag, Volker Kauder, hatte sich kürzlich für härtere Strafen ausgesprochen. Wohnungseinbruch solle generell mit sechs Monaten bis zehn Jahren Haft geahndet werden - die bisherige Ausnahme für minderschwere Fälle mit einem Strafmaß von drei Monaten bis fünf Jahren würde dann entfallen. Seitens der Bundesländer macht sich vor allem Bayern für härtere Strafen stark.

Kauder hatte auch dafür geworben, Einbruchsdiebstahl in den Katalog der Taten aufzunehmen, zu deren Verfolgung die Telekommunikation überwacht werden kann. Auch dafür gab es in der YouGov-Umfrage eine Mehrheit, wenn auch eine nicht ganz so große wie bei der Frage nach den Strafen. 75 Prozent wären für die Überwachung. 11 Prozent lehnen diese Idee eher ab, 4 Prozent sind ganz und gar dagegen.