Düsseldorf - Die Zahl der Asylbewerber aus dem Kosovo geht weiter stark zurück. Anfang Februar hätten die deutschen Behörden noch bis zu 1500 Asylsuchende täglich registriert, inzwischen seien es weniger als 100 pro Tag.

Das sagte der Präsident des Bundesamtes für Migration und Flüchtlinge, Manfred Schmidt, der in Düsseldorf erscheinenden "Rheinischen Post". "Die Menschen haben verstanden, dass das Asylsystem in Deutschland keine Lösung für ihre schwierige wirtschaftliche Situation im Kosovo sein kann", sagte Schmidt. Der Rückgang der Zahlen zeige, dass die konzertierte Bearbeitung der Asylverfahren und die Informationsmaßnahmen im Herkunftsland wirkten.

Die Zahl der Asylbewerber aus dem Kosovo war Anfang des Jahres sprunghaft gestiegen. Im Januar hatten 3630 Menschen aus dem armen Balkanstaat einen Asylantrag in Deutschland gestellt - 85 Prozent mehr als noch im Dezember. Im Februar waren es laut Innenressort sogar mehr als 7000 Anträge gewesen. Die Asylgesuche werden jedoch bis auf einzelne Ausnahmen abgelehnt, weil die Behörden Kosovaren nicht als politisch verfolgt ansehen.