Berlin - Nach dem Absturz einer Militärmaschine vom Typ A400M will die Bundeswehr zunächst weiter auf Ermittlungsergebnisse abwarten. "Die einzige A400M, die wir bislang im Testbetrieb haben, wird bis auf weiteres am Boden bleiben", sagte ein Sprecher des Verteidigungsministeriums.

Erst wenn gesicherte Erkenntnisse zur Absturzursache vorlägen, könnte diese Sperre aufgehoben werden. Es sei auch noch zu früh, um neu und grundsätzlich darüber nachzudenken, welche Transportflugzeuge der Bundeswehr in den nächsten Jahren zur Verfügung stehen werden.

Nach Angaben der Luftwaffe war ursprünglich geplant gewesen, in diesem Jahr sechs "Transall"-Maschinen außer Dienst zu stellen, so dass am Jahresende noch 47 "Transall" übrigbleiben würden.

Bei dem Absturz in Sevilla waren am Sonntag vier Mitarbeiter des Luftfahrtkonzerns Airbus ums Leben gekommen. Die deutsche Luftwaffe hatte im vergangenen Dezember nach jahrelangen Verzögerungen die erste von 53 bestellten A400M erhalten. Die Bundeswehr hat mit der Maschine bisher in Testflügen 57 Flugstunden absolviert.