Pjöngjang l Kim Jong Un, der dickliche Herrscher Nord-Koreas, ist genau so eine Sportskanone wie seine Vorfahren. Am Wochenende hat er zusammen mit 100 Soldaten den höchsten Berg des Landes erklommen. Bilder zeigen ihn in blitzblanken Lackschuhen vor Soldaten in Bergausrüstung.

Sein Vater soll Meldungen eigener Nachrichtenagenturen zufolge schon mit drei Jahren Auto gefahren sein. Sein Großvater hat bei seinem ersten Golfmatch Weltklasse-Leistungen erzielt. Macht macht sportlich.

Und da kann Wladimir Putin gleichziehen. Der Tierbändiger, der gerne auch junge Männer auf Matten wirft, meldete am Wochenende acht von 18 Toren seiner Promi-Eishockeymannschaft gleich selber geschossen zu haben. Und das, obwohl er sich erst mit über 50 Jahren diesem Sport zugewandt hat. Getoppt werden beide nur von Kaiser Nero (37 n.C. - 68 n.C.). Der hat alle Wettbewerbe gewonnen, an denen er teilgenommen hat. Selbst die Wagenrennen, bei denen er gestürzt ist.

Betrachten wir die sportlichen Leistungen unserer westlichen Herrscher, gibt es aktuell gar nichts zu vermelden und in den Annalen ist nur Besorgniserregendes festgehalten. Ob Demokraten oder Republikaner: US-Präsidenten erleiden einen Schwächeanfall beim Joggen oder stürzen vom Mountainbike. Auch auf dem Kontinent führen Leibesübungen selten auf den höchsten Berg oder zu Torrekorden. Nikolas Sarkozy? Schwächeanfall beim Joggen. Angela Merkel? Kommt auf Krücken vom Skilaufen zurück. Der Westen ist schwach und dekadent. Putin hat recht.