Leipzig (dpa) | Wegen des angekündigten Streiks der Lokführer schaltet die Deutsche Bahn wieder in den Not-Modus. Von Mittwoch an werden im Regionalverkehr in Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen nur noch zehn Prozent der Züge fahren. Das ist noch etwas weniger als beim vorherigen Streik der Gewerkschaft GDL. "Weil diesmal kein Streikende angekündigt ist, müssen wir mit dem Personal haushalten und planen etwas zurückhaltender", sagte dazu ein Bahnsprecher am Dienstag in Leipzig.

Auch im Fernverkehr wird es im Südosten wieder gravierende Auswirkungen geben. Die IC-Strecke Leipzig-Magdeburg wird nicht bedient, ebensowenig wie die Verbindungen zwischen Dresden und Leipzig sowie Dresden und Berlin. Zwischen Leipzig und München sowie Leipzig und Frankfurt/Main fahren nur vereinzelt ICEs.

"Bis auf dass wir uns auf eine längere Streikdauer einstellen müssen, ist der Verfahrensablauf der gleiche wie beim letzten Mal", sagte der Bahnsprecher. Ziel sei es, dass die wenigen Züge des ausgedünnten Ersatzfahrplans zuverlässig fahren.

Die GDL hat ihre Lokführer zum Streik aufgerufen, diesmal aber kein Ende in Aussicht gestellt. Es ist der neunte Lokführerstreik in Folge. Der Tarifkonflikt mit der Bahn ist völlig festgefahren.