Berlin l Wenn es darum geht, sich mit der dunklen Seite der Macht einzulassen, scheint unsere Bundesregierung lernunwillig zu sein - oder zu verzückt von der Macht. Erst geht die Regierung der NSA auf den Leim und nun verfällt Verkehrsminister Alexander Dobrindt dem Sternenbösewicht Darth Vader.

Vader mag ja behaupten, "ergib dich der dunklen Seite der Macht. Nur so kannst du deine Freunde retten." Doch ob es dem diktatorischen Helmträger gemeinsam mit Dobrindt gelingt, Kinder und vielleicht sogar Erwachsene dazu zu bewegen, einen Helm beim Radfahren zu tragen, daran ist ernsthaft zu zweifeln. Immerhin ist Darth Vader nicht für seine erzieherischen Qualitäten bekannt. Und der gewisse Hang des Diktators zum Völkermord hat ihn wohl auch nicht als Testimonial des Bundesverkehrsministeriums qualifiziert.

Ob Lord Vader dem Verkehrsminister angeboten hat, an die Spitze des deutschen Polit-Imperiums aufzusteigen? Das könnte nach hinten losgehen. Mal abgesehen davon, dass Vaders Helm - dem der Coolness-Faktor nicht abzusprechen ist - kaum verkehrstauglich sein dürfte, bleibt der Wunsch: Hätten Dobrindt und seine Mannen doch nur Meister Yoda lange genug gelauscht. Der warnte nämlich eindringlich vor der dunklen Seite der Macht und dem Schicksal, das Darth Vader durch selbe erlitt.

Wer "Star Wars - Episode VI" bis zum Schluss geguckt hat, der weiß, dass der Bösewicht zwischen den Sternen ein schlechter Beweis für den Slogan des Verkehrsministeriums ist. Immerhin ist Darth Vader tot - trotz Helms.

Halten wir\'s also mit Meister Yoda: "Euch lebend zu sehen, mein Herz aufs Wärmste erfreut." In diesem Sinne: Helm aufsetzen.