Überall rüsten sich in diesen Tagen die Parteien für die Kommunalwahl, suchen Kandidaten aus und stricken Programme. Doch wenn sie dann im Frühjahr ihre Wahlkampfstände aufbauen, werden sie in vielen Orten vor allem nach einem Thema gefragt: nach den Grundschulen.

Viele Eltern sind wütend: Weil sie noch nicht wissen, welche Schule nach den Sommerferien noch da ist. Weil sie keine langen Busfahrten für ihre Kinder wollen. Weil sie Angst vor dem Aussterben ihres Dorfes haben. Sie haben das Gefühl, dass ihnen etwas weggenommen wird, auf das sie Anspruch haben.

Zur Wahrheit gehört: Gefährdet sind die Schulen deshalb, weil viel zu wenig Kinder geboren werden. Das hat nicht die Landesregierung entschieden, sie hat nur reagiert. Doch gerade vor einer Wahl fällt es den Politikern immer schwerer, den beschlossenen Sparkurs fortzusetzen. Das laute Nachdenken in den Koalitionsfraktionen ist da nur der Anfang.