Ein Vergleich des Elterngelds mit der geplanten Regelung.

Normales Elterngeld: Ein Elternteil verdient 3000 Euro netto im Monat und unterbricht für zwölf Monate seine Arbeitstätigkeit. Der Elterngeldanspruch beträgt 65 Prozent des Nettoeinkommens, maximal 1800 Euro. In diesem Fall gäbe es für zwölf Monate 21 600 (12 mal 1800). Bei 2000 Euro wären 15 600 Euro (12 mal 1300).

Bisherige Situation für Teilzeitarbeiter: Einkommen netto 2000 Euro, es wird nach Geburt des Kindes Teilzeit gearbeitet: 900 Euro. Auf den Ausfall von 1100 Euro gibt es 65 Prozent Elterngeld = 715 Euro, macht bei 12 Monaten 8580 Euro (12 mal 715), also insgesamt 7020 Euro weniger als beim Elterngeldbezug ohne Teilzeit-Tätigkeit. Aber: Monatliches Gesamteinkommen: 1615 Euro (900 + 715 Euro)

Elterngeld Plus: Einkommen netto 2000 Euro, Teilzeitarbeit nach Geburt: Verdienst 900 Euro. Der Anspruch orientiert sich nun am Elterngeld ohne Teilzeittätigkeit von 1300 Euro bei 2000 Euro Nettoverdienst: 50 Prozent davon, also 650 Euro. Bezug über 24 Monate (plus mögliche vier Zusatzmonate) = 15 600 Euro. Das monatliche Einkommen beträgt: 1550 Euro. Also etwas weniger als bisher, dafür gibt es eine längere Elterngeldphase zur Betreuung des Kindes. (dpa)