Washington (dpa) l Gut zweieinhalb Jahre nach dem erklärten Ende des Irak-Kriegs haben die USA mit Luftangriffen im Norden des Landes begonnen. Flugzeuge hätten Artilleriegeschütze von IS-Extremisten angegriffen, teilte das Pentagon am Freitag mit. Die Geschütze seien verwendet worden, um kurdische Kräfte nahe der Stadt Erbil anzugreifen. Auch US-Soldaten hätten sich in der Nähe befunden.

Laut CNN wurden die Angriffe mit Kampfjets vom Flugzeugträger "George H.W. Bush" geflogen, der bereits im Juni in den Persischen Golf verlegt worden war. US-Präsident Barack Obama hatte die Luftschläge am späten Donnerstagabend genehmigt.

Bereits in der Nacht zum Freitag seien bei Angriffen der irakischen Luftwaffe 130 Dschihadisten in der Region von Mossul getötet worden, berichtete das kurdische Nachrichtenportal "Basnews".

Freitag früh hatten drei US-Frachtflugzeuge und zwei Kampfjets 8000 Fertigmahlzeiten und 20000 Liter Wasser über dem Sindschar-Gebirge im Nordirak abgeworfen. Damit soll den Tausenden Jesiden und Christen, die sich aus Angst vor Verfolgung und Gewalt vor den sunnitischen Extremisten verstecken, geholfen werden. Rund 50 000 Jesiden sind seit mehreren Tagen in dem Gebirge eingeschlossen. Kurdische Soldaten konnten inzwischen eine große Zahl der Flüchtlinge in Sicherheit bringen, berichtet "Basnews".

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