Ferguson (AFP/dpa) l Die US-Kleinstadt Ferguson kommt nicht zur Ruhe: Zwar verliefen die jüngsten Proteste vergleichsweise friedlich, doch wurden nach Angaben der Polizei in der Nacht zum Mittwoch 47 Demonstranten festgenommen, als sie mit Wasser und Urin gefüllte Flaschen auf Einsatzkräfte schleuderten. Unweit von Ferguson wurde erneut ein Schwarzer von der Polizei erschossen. Polizeichef Sam Dotson zufolge soll der 23-Jährige die Beamten mit einem Messer bedroht und sie aufgefordert haben, ihn zu erschießen.

Die Proteste verliefen zunächst friedlich. Schüsse seitens der Protestierenden seien diesmal nicht gefallen, es seien aber drei Schusswaffen beschlagnahmt worden, erklärte Einsatzleiter Ron Johnson. Die Polizei habe kein Tränengas eingesetzt. Angesichts der gewaltsamen Ausschreitungen in den Tagen zuvor sprach Johnson von einer "veränderten Dynamik".

Am Montag waren bei Zusammenstößen auf den Straßen von Ferguson zwei Menschen durch Schüsse aus den Reihen der Demonstranten verletzt worden. Dutzende Menschen wurden festgenommen. Auch drei deutsche Reporter wurden in Gewahrsam genommen. Meinung