FREIHEIT: Die Grünen wollen Flügelkämpfe eindämmen und als "Partei der Freiheit" ab 2017 auch im Bund wieder mitregieren. In einem Strategiepapier heißt es: "Wir machen grüne Politik eigenständig und suchen uns dann erst unsere Partner."

FLÜCHTLINGSPOLITIK: Der Parteitag stellte sich hinter den grünen Ministerpräsidenten Winfried Kretschmann aus Baden-Württemberg. Dieser hatte im Bundesrat einem Asylkompromiss zugestimmt. In einem gebilligten Antrag heißt es, Zugeständnisse etwa bei Arbeitsmarktzugang und Residenzpflicht gingen in die richtige Richtung, reichten aber nicht.

PÄDOPHILIE: Der Parteitag bat wegen der Pädophilie-Beschlüsse der Partei aus den 80er Jahren um Entschuldigung. "Einvernehmliche Sexualität zwischen Erwachsenen und Kindern kann es nicht geben", heißt es. "Wir bitten deshalb alle Opfer sexuellen Missbrauchs um Entschuldigung, die sich durch unsere Positionen und Debatten in den 1980er Jahren in ihrem Schmerz und ihrem Leid verhöhnt fühlen."

AGRAR: Mit einer Agrarwende wollen die Grünen für gesunde Lebensmittel sorgen sowie Tier- und Klimaschutz voranbringen. Ein fleischloser "Veggie Day" wird nicht mehr gefordert.(dpa)