Berlin (dpa) l Bundesinnenminister Thomas de Maizière (CDU) sieht nach den Anschlägen von Kopenhagen weiter eine hohe Terrorgefahr in der Bundesrepublik. "Die Gefährdungslage in Deutschland ist unverändert hoch", erklärte de Maizière am Sonntag. "Die Sicherheitsbehörden von Bund und Ländern gehen dabei jedem Hinweis und jeder Information, die sie erreicht, mit größter Sorgfalt nach." Sofern Maßnahmen nötig seien, würden sie ergriffen. "Deutschland ist eine wehrhafte Demokratie, die ihre Gegner mit allen zur Verfügung stehenden rechtsstaatlichen Mitteln bekämpft", betonte er. De Maizière verurteilte die Anschläge und sprach den Angehörigen und Freunden der Opfer sein tiefes Mitgefühl aus.

Der französische Innenminister Bernard Cazeneuve legte nach den Terroranschlägen Blumen am Kulturzentrum "Krudttønden" nieder.

Israels Ministerpräsident Benjamin Netanjahu rief die Juden in Europa nach den Terroranschlägen in Kopenhagen zur Auswanderung in den jüdischen Staat auf. "Juden wurden auf europäischem Boden ermordet, nur weil sie Juden waren", sagte Netanjahu am Sonntag während einer Kabinettssitzung in Jerusalem. "Diese Terrorwelle wird weitergehen." Er wende sich an die Juden in Europa: "Israel ist eure Heimstätte."