Es sind Bilder vom Krieg, die uns seit Wochen aus Libyen erreichen. Von einem Krieg, den Machthaber Muammar-al-Gaddafi angezettelt hat, um sein demonstrierendes Volk niederzuhalten, das sich die Selbstbestimmung auf die Fahnen geschrieben.

Was für ein faszinierendes Land Libyen in friedlichen Zeiten ist, konnte Architekt Steffen Ahl aus Tangermünde während seiner gut einjährigen Tätigkeit bis zum Februar dieses Jahres in dem nordafrikanischen Land selbst erleben. Seine Fotos zeugen von arabischer Lebenskultur und der jahrtausendelangen Siedlungsgeschichte entlang der Mittelmeerküste.

Die Bilder entstanden in der Hauptstadt Tripolis, der Bastion Gaddafis, und in Bengasi, zweitgrößte Stadt und heute die Hochburg der libyschen Rebellen.

Beide Städte zeigen sich, wie Steffen Ahl beobachten konnte, auch gegensätzlich. Im Vergleich zu Tripolis mit seiner charakteristischen Altstadt und eine eher wilde Stadt. Das liegt an den vielen Naturelementen innerhalb des Stadtgebietes, wie beispielsweise den Salzwasserseen, den Sabhkas.

Libyen war stets auch den Begehrlichkeiten fremder Mächte ausgeliefert. Hier landeten schon vor 2000 Jahren die Phönizier, kamen später italienische Kolonisten und lieferten sich deutsche und britische Truppen im Zweiten Weltkrieg erbitterte Schlachten in der Wüste.

<6>Wir wünschen den Libyern baldigen Frieden – und endlich Freiheit.(sh)<7>

   

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