Baden-Württembergs Ministerpräsident Stefan Mappus (44/CDU) haderte jüngst damit, er habe in seiner nur einjährigen Amtszeit kaum Gelegenheit gehabt, "sich bei allen zum Liebling zu machen". Und dann folgte die Aufzählung, welche Brocken der Pforzheimer alle wegräumen musste. Erst der Krach um den Ankauf der CD mit Daten von Steuerbetrügern, dann der Konflikt um Stuttgart 21 und die Affäre um die Doktorarbeit von Karl-Theodor zu Guttenberg. Und jetzt auch noch das: Die Bilder von der nuklearen Katastrophe in Fukushima sind Gift für den Wahlkämpfer Mappus.

Nun rächt sich, dass er sich für eine Verlängerung der Atom-Laufzeiten stark gemacht hatte. Vielen ist noch im Ohr, wie er Bundesumweltminister Norbert Röttgen (CDU) wenig verblümt zum Rücktritt aufgefordert hat. Der bodenständige CDU-Mann setzt weiter darauf, dass er im ländlichen Raum Stimmen abräumt. Totgesagte leben länger, heißt seine Botschaft. Mappus ist verheiratet und hat zwei Söhne.(dpa)