Der Zehn-Punkte-Plan von Bundesverbraucherschutzministerin Ilse Aigner weist in die richtige Richtung, bleibt aber in vielen Punkten halbherzig und vage. Bei der Umsetzung geht es um viele Details, in denen sich viele Teufel verstecken.

Richtig sind eine neue Meldepflicht für Testlabore und eine staatliche Zulassung aller Futterfetthersteller. Doch bereits die vorgesehene Haftpflichtversicherung für Futterproduzenten nützt dem giftverzehrenden Verbraucher am Ende wenig. Auch Aigners Aussage, sie wolle Haftstrafen für fahrlässiges Handeln prüfen, ist bloße Ankündigung.

Das einzige, was Skandale der aktuellen Art wirksam eindämmen könnte, wäre eine lückenlose staatliche Kontrolle aller Zuschlagstoffe für eingesetzte Futtermittel. Und zwar auf Rechnung der Produzenten. Bei Schlachthöfen etwa ist dies seit langem gang und gäbe. Doch an die mächtige Agrar- und Futterindustrie traut sich die Ministerin leider nicht heran.(Politik)