Acht Jahre nach dem Jahrhunderthochwasser schwitzen die Sachsen-Anhalter nun wieder Blut und Wasser: Wird die bevorstehende Flut höher steigen als im Sommer 2002? Wer die Verwaltungen, Wasserwehren und Helfer beobachtet, muss davon ausgehen. Allerorts werden Sandsäcke gefüllt, Spundwände aufgestellt, Straßen gesperrt und Wehre gezogen. Fernsehsender strahlen Sondersendungen aus, Tageszeitungen berichten ausführlich über die Schutzmaßnahmen.

Aktionismus oder gerechtfertigte Maßnahmen? Lieber jetzt einen Sandsack mehr füllen und Blasen an den Händen, als in 14 Tagen einen nassen Keller und Feuchtigkeit an den Wänden. Das wissen vor allem die Einwohner von Schönebeck, wo viele Menschen seit mehr als 16 Jahren mit einem erhöhten Grundwasserpegel kämpfen müssen. Sie hätten sich schon viel früher mehr und deutlichere Hilfe gewünscht.(Seite 1)